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Ein eigenes Template verwenden Sie, wenn das Modbus-Gerät nicht in der Bibliothek steht oder wenn Sie immer dieselben Register auslesen wollen. Das Template gehört zu Ihrer Organisation und steht bei jedem Gateway bereit. Möchten Sie die Register nicht selbst eingeben, erstellt ModbusCloud ein fehlendes Template kostenlos, sobald die Registerdaten vorliegen. Wie Sie das anfragen, steht unter Modbus-Gerät steht nicht in der Bibliothek.

Was Sie brauchen

  • Die Rolle Eigentümer, Administrator oder Techniker in Ihrer Organisation. Mit Nur lesen sehen Sie Templates zwar, aber das Portal speichert keine Änderung.
  • Die Registertabelle aus dem Handbuch des Modbus-Geräts, mit Adresse, Funktionscode und Datentyp je Wert. Wie Sie sie lesen, steht in der Kurslektion Eine Modbus Registertabelle richtig lesen.

Template erstellen

Nach diesen Schritten steht ein leeres Template mit Marke, Modell und Protokoll unter Templates. Über die Kachel Eigene Vorlage im Fenster Modbus-Gerät hinzufügen gelangen Sie ebenfalls zu Template erstellen.

  1. Templates öffnen

    Öffnen Sie im Menü Templates.

  2. Erstellen starten

    Klicken Sie auf Template erstellen. Das Fenster Template erstellen öffnet sich.

  3. Namen eingeben

    Möchten Sie einen anderen Namen als Marke und Modell, geben Sie bei Name einen Namen ein. Bleibt das Feld leer, heißt das Template nach Marke und Modell.

  4. Marke eingeben

    Geben Sie bei Marke den Hersteller ein. Das Feld ist Pflicht.

  5. Modell eingeben

    Geben Sie bei Modell den Typ ein, wie er auf dem Typenschild steht. Auch dieses Feld ist Pflicht.

  6. Protokoll wählen

    Wählen Sie bei Protokoll die Option Modbus RTU für RS485 oder Modbus TCP für das Netzwerk. Standardmäßig ist Modbus TCP gewählt. Beim Hinzufügen eines Modbus-Geräts übernimmt das Portal dieses Protokoll.

  7. Kategorie eingeben

    Soll sich das Template beim Hinzufügen auch nach Art finden lassen, geben Sie bei Kategorie eine Art ein, zum Beispiel Energiezähler.

  8. Template hinzufügen

    Klicken Sie auf Hinzufügen. Das Portal meldet Template erstellt und das Template steht mit 0 Registern in der Liste.

  9. Template öffnen

    Klicken Sie am Zeilenende auf das Auge (Bekijken / bewerken, auf Deutsch Ansehen / bearbeiten). Die Seite des Templates öffnet sich.

Register hinzufügen

Nach diesen Schritten speichert das Template die Register, die das Gateway später ausliest.

  1. Fenster öffnen

    Klicken Sie auf Register hinzufuegen.

  2. Adresse eingeben

    Geben Sie bei Adresse die Registeradresse ein, gezählt ab 0. Nennt das Handbuch Adressen wie 40001, rechnen Sie diese um mit Registeradresse aus dem Handbuch eingeben.

  3. Funktion wählen

    Wählen Sie bei Funktionscode die Funktion aus dem Handbuch, meist Read holding registers (3) oder Read input registers (4). Standardmäßig ist Read holding registers (3) gewählt.

  4. Namen eingeben

    Geben Sie bei Name den Namen des Werts ein, zum Beispiel Spannung L1. Das Feld ist Pflicht.

  5. Einheit eingeben

    Geben Sie bei Einheit die Einheit ein, zum Beispiel V oder kWh.

  6. Datentyp wählen

    Wählen Sie bei Datentyp den Typ aus dem Handbuch. Das Gateway liest nur int16, uint16, int32, uint32 und float32.

  7. Byte-Reihenfolge wählen

    Ist der Typ int32, uint32 oder float32, wählen Sie bei Byte-Reihenfolge die Reihenfolge aus dem Handbuch. Nennt das Handbuch keine oder ist der Typ int16 oder uint16, lassen Sie ABCD (1,2,3,4) stehen.

  8. Skalierung eingeben

    Nennt das Handbuch einen Faktor für den Rohwert, geben Sie ihn bei Skalierung (Multiplikator) ein. Sonst lassen Sie 1 stehen.

  9. Register in die Liste setzen

    Klicken Sie auf Hinzufuegen. Das Register steht in der Liste, sortiert nach Funktionscode und Adresse. Wiederholen Sie diese Schritte für jedes Register.

  10. Template speichern

    Stehen alle Register in der Liste, klicken Sie oben rechts auf Speichern. Erst dann speichert das Portal die Register und meldet Template gespeichert.

Das Fenster zeigt Byte-Reihenfolge auch bei int16 und uint16. Mit BADC (2,1,4,3) oder DCBA (4,3,2,1) liest das Gateway dort die beiden Bytes vertauscht. Die Seite des Modbus-Geräts zeigt diese Wahl nicht. Stimmt ein Wert später nicht, prüfen Sie Byte-Reihenfolge und Skalierung wie unter Byte-Reihenfolge und Skalierung einstellen.

Seite eines Templates mit Template-Details, der Registerliste und den Schaltflächen Export, Import und Speichern

Register beschreibbar machen

Ein Register, das Sie vom Portal aus ansteuern wollen, etwa ein Sollwert, erhält im Template eine Schreibfunktion. Wählen Sie dann bei Funktionscode Set single holding register (6) oder Set multiple holding registers (16). Ein Modbus-Gerät mit diesem Template erhält das Register als Holding-Register. Das Gateway liest es mit Funktionscode 3 und das Portal darf es schreiben. Einen 32-Bit-Wert schreibt das Portal immer mit Funktionscode 16.

Mit Minimum und Maximum begrenzen Sie den Wert, den das Portal schreibt. Einen Wert außerhalb davon weist das Portal ab. Schreiben funktioniert erst, wenn die Steuerung für das Gateway eingeschaltet ist, wie unter Register über das Portal steuern.

Template für ein Modbus-Gerät wählen

Nach diesen Schritten hat das Modbus-Gerät eine eigene Kopie der Register aus dem Template. Kamen Sie über die Kachel Eigene Vorlage zu Templates, öffnen Sie das Gateway danach erneut.

  1. Gateway öffnen

    Öffnen Sie das Gateway, an dem das Modbus-Gerät angeschlossen ist.

  2. Hinzufügen starten

    Klicken Sie auf dem Tab Übersicht auf Modbus-Gerät hinzufügen.

  3. Bibliothek wählen

    Wählen Sie Bibliothek. Ihre eigenen Templates stehen oben unter Ihre Vorlagen, dahinter die Anzahl der Register.

  4. Template wählen

    Wählen Sie Ihr Template. Ist die Liste lang, suchen Sie nach Name, Marke, Modell oder Kategorie. Das Fenster Modbus-Gerät einrichten öffnet sich mit dem Namen und dem Protokoll aus dem Template.

  5. Adresse und Verbindung eingeben

    Geben Sie Adresse und Verbindung ein wie unter Adresse und Verbindung eines Modbus-Geräts einrichten.

  6. Modbus-Gerät hinzufügen

    Klicken Sie auf Hinzufügen. Das Portal meldet, wie viele Register das Modbus-Gerät erhalten hat.

Ein Register ohne Namen oder mit einer Adresse außerhalb von 0 bis 65535 übernimmt das Portal beim Hinzufügen nicht. Die übrigen Register kommen mit.

Template später ändern

Eine Änderung an einem Template gilt nur für Modbus-Geräte, die Sie danach hinzufügen. Modbus-Geräte, die das Template schon verwenden, behalten ihre eigenen Register. Diese ändern Sie auf der Seite des Modbus-Geräts, wie unter Register einrichten.

  1. Template öffnen

    Klicken Sie unter Templates auf das Auge neben dem Template (Bekijken / bewerken).

  2. Register öffnen

    Klicken Sie auf den Stift neben dem Register (Register bearbeiten).

  3. Felder anpassen

    Passen Sie die Felder an, die sich ändern sollen.

  4. Änderung bestätigen

    Klicken Sie im Fenster auf Speichern. Das Fenster schließt sich und die Liste zeigt die Änderung.

  5. Template speichern

    Klicken Sie oben rechts auf Speichern. Erst dann speichert das Portal die Änderung.

Ein Register löschen Sie mit dem Papierkorb neben dem Register (Loeschen). Das Portal fragt nicht nach einer Bestätigung, speichert auch diese Änderung aber erst nach Speichern. Marke, Modell und Protokoll ändern Sie unter Template-Details. Die Marke heißt dort Hersteller.

Template exportieren und importieren

Eine JSON-Datei bewahrt ein Template außerhalb des Portals. So nehmen Sie es in eine andere Organisation mit, in der Sie Mitglied sind, oder lesen eine Registerliste aus ModbusCloud Diagnostics ein.

Klicken Sie auf der Seite des Templates auf Export. Der Browser lädt eine JSON-Datei mit den Daten und allen Registern des Templates herunter.

Eine JSON-Datei lesen Sie so ein.

  1. Template öffnen

    Öffnen Sie das Template, in das Sie die Register einlesen wollen. Für ein neues Template erstellen Sie zuerst ein leeres.

  2. Import starten

    Klicken Sie auf Import.

  3. Datei wählen

    Wählen Sie die JSON-Datei. Das Portal meldet, wie viele Register es eingelesen hat. Ist die Datei kein gültiges JSON, meldet es Ungueltige JSON-Datei.

  4. Template speichern

    Klicken Sie auf Speichern. Erst dann speichert das Portal die eingelesenen Register.

Die Datei ist ein JSON-Objekt mit den Daten des Templates und einer Liste registers. Bei protocol steht rtu oder tcp. Dieses Beispiel hat zwei Register.

{
  "name": "Voorbeeld EM-100",
  "brand": "Voorbeeld",
  "model": "EM-100",
  "protocol": "rtu",
  "category": "Energiemeter",
  "registers": [
    { "address": 0, "fc": 4, "name": "Spanning L1", "unit": "V", "scale": 1, "data_type": "float32", "byte_order": "ABCD" },
    { "address": 12, "fc": 4, "name": "Vermogen L1", "unit": "W", "scale": 1, "data_type": "float32", "byte_order": "ABCD" }
  ]
}

Die Tabelle zeigt, was jedes Feld eines Registers bedeutet.

FeldBedeutungWerte
addressRegisteradresse, gezählt ab 00-65535
fcFunktionscode3 oder 4 zum Lesen, 6 oder 16 für ein beschreibbares Holding-Register
nameName des WertsPflicht
unitEinheitZum Beispiel V, kWh oder °C
data_typeDatentypint16, uint16, int32, uint32, float32
byte_orderByte-ReihenfolgeABCD, CDAB, BADC, DCBA
scaleFaktor für den RohwertZum Beispiel 0.1
min_value, max_valueGrenzen für das SchreibenDarf fehlen
accessBeschreibbar machenread_write für ein beschreibbares Holding-Register, darf fehlen

ModbusCloud Diagnostics erstellt eine Datei mit demselben Aufbau, wenn Sie einen Modbus-Gerätetyp als ModbusCloud gateway JSON exportieren. Wie das geht, steht unter Mit Diagnostics aufzeichnen und exportieren. Prüfen Sie nach Import und vor Speichern das Protokoll und den Datentyp jedes Registers.

Aktualisiert am 7. Oktober 2026

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