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Diagnostics zeichnet auf Ihrem eigenen Computer auf, unabhängig vom Gateway und vom Portal. Eine Sitzung bleibt auf dem Computer gespeichert, bis Sie sie löschen. Löschen Sie das Modbus-Gerät aus Diagnostics, sehen Sie auch seine Sitzungen nicht mehr. Den Verlauf eines Gateways holen Sie aus dem Portal, wie in Messwerte herunterladen beschrieben.
Was Sie brauchen
- ModbusCloud Diagnostics auf Ihrem Computer, wie in ModbusCloud Diagnostics installieren beschrieben.
- Für das Aufzeichnen ein Modbus-Gerät, das Sie in Diagnostics hinzugefügt haben, wie in Modbus-Gerät mit Diagnostics anschließen und finden beschrieben.
Werte aufzeichnen
Nach diesen Schritten steht unter Sitzungen eine Sitzung mit allen gelesenen Werten. Standardmäßig zeichnet Diagnostics alle lesbaren Register des Gerätetyps auf, außer den Einstellungen des Modbus-Geräts.
Modbus-Gerät öffnen
Klicken Sie links in der Seitenleiste auf das Modbus-Gerät.
Tab öffnen
Öffnen Sie den Tab Log.
Intervall wählen
Wählen Sie in der Liste, wie oft Diagnostics liest, von alle 250 ms bis alle 60 s. Standardmäßig steht dort alle 1 s.
Auswahl öffnen
Klicken Sie auf Anpassen.
Namen eingeben
Möchten Sie die Sitzung später wiedererkennen, geben Sie im Namensfeld einen Namen ein. Lassen Sie das Feld leer, heißt die Sitzung Log-Sitzung 1, Log-Sitzung 2 und so weiter.
Register wählen
Aktivieren Sie unter Was loggen? die Register, die Sie aufzeichnen möchten. Mit Alle und Keine setzen oder entfernen Sie alle Häkchen auf einmal.
Nur Änderungen speichern
Möchten Sie bei einer langen Sitzung Platz sparen, schalten Sie Nur bei Änderung loggen ein. Diagnostics liest weiterhin im Intervall, speichert einen Wert aber nur, wenn er sich vom vorherigen unterscheidet.
Aufzeichnung starten
Klicken Sie auf Logging starten. Oben steht nun Loggt, mit der Anzahl der Messwerte, der Dauer und einem Live-Diagramm. Die Sitzung steht mit einem roten Punkt unter Sitzungen.
Aufzeichnung stoppen
Klicken Sie auf Logging stoppen. Diagnostics hört auf zu lesen, und die Sitzung bleibt unter Sitzungen stehen.
Die Aufzeichnung läuft weiter, solange Diagnostics geöffnet ist, auch wenn Sie einen anderen Tab oder ein anderes Modbus-Gerät öffnen. Klicken Sie auf Trennen oder ändern Sie die Verbindungseinstellungen des Modbus-Geräts, endet die Sitzung. Pro Modbus-Gerät läuft immer nur eine Sitzung.
Hat das Modbus-Gerät keinen Gerätetyp, gibt es keine Register zum Aktivieren. Nach Anpassen steht dann sofort die Tabelle unter Erweitert. Fügen Sie dort mit Register hinzufügen selbst Register hinzu, mit Name, Typ, Adresse, Datentyp, Byte-Reihenfolge, Skalierung und Einheit. Wie Diagnostics den Gerätetyp bestimmt, steht in Modbus-Gerät erkennen, Werte lesen und schreiben.
Sitzung ansehen oder löschen
Unter Sitzungen steht jede Sitzung mit Name, Startzeit, Dauer, Intervall und der Anzahl der Messwerte. Ein Δ hinter dem Intervall bedeutet, dass die Sitzung nur Änderungen gespeichert hat.
Klicken Sie auf das Auge in der Zeile der Sitzung (Ansehen), um sie zu öffnen. Sie sehen ein Diagramm und pro Register die Spalten Messungen, Fehler, Min, Ø, Max und Letzter.
Eine Sitzung löschen Sie mit dem Papierkorb (Sitzung löschen). Solange die Sitzung läuft, geht das nicht.
Sitzung exportieren
Eine Sitzung speichern Sie als CSV- oder JSON-Datei. Die Tabelle zeigt, was jedes Format liefert.
| Auswahl | Aufbau | Geeignet für |
|---|---|---|
| CSV für Excel mit Dezimalkomma (Semikolon, Komma) | Semikolon zwischen den Spalten, Dezimalkomma | Excel mit deutschen Einstellungen |
| CSV (Komma, Punkt) | Komma zwischen den Spalten, Dezimalpunkt | Excel mit englischen Einstellungen und andere Software |
| JSON | Jeder Messwert einzeln, mit den rohen Registerwerten | Eigene Skripte und das Nachrechnen der Byte-Reihenfolge |
Exportmenü öffnen
Klicken Sie in der Zeile der Sitzung auf das Download-Symbol (Exportieren).
Format wählen
Wählen Sie das Format.
Datei speichern
Speichern Sie die Datei im Ordner Ihrer Wahl. Diagnostics meldet, wie viele Zeilen es exportiert hat.
Die CSV-Datei beginnt mit der Spalte timestamp, mit Datum und Uhrzeit in der lokalen Zeit Ihres Computers, auf die Millisekunde genau. Die Spalte ts_ms gibt denselben Zeitpunkt als Unix-Zeit in Millisekunden an.
Danach hat jedes Register eine eigene Spalte, mit der Einheit in eckigen Klammern, zum Beispiel Spannung L1 [V]. Die Skalierung ist bereits angewendet.
Register aus derselben Leserunde teilen sich eine Zeile. Bei Nur bei Änderung loggen ist eine Zelle leer, wenn der Wert gleich blieb. Ist das Lesen eines Registers fehlgeschlagen, steht in der Zelle ein # mit der Fehlermeldung, zum Beispiel #timeout.
Die JSON-Datei enthält unter session die Sitzung mit den aufgezeichneten Registern und unter samples jeden Messwert einzeln. Pro Messwert stehen dort auch die rohen Registerwörter in Hex, unter raw.
Gerätetyp exportieren
Diagnostics wandelt einen Gerätetyp aus der Bibliothek in eine Datei für andere Software um. Die Datei stammt aus der Bibliothek und nicht vom angeschlossenen Modbus-Gerät. In der Bibliothek heißt ein Gerätetyp Template.
Die Tabelle zeigt, welches Format zu welcher Software gehört.
| Auswahl | Wofür |
|---|---|
| JSON (diese App) | Den Gerätetyp in Diagnostics auf einem anderen Computer einlesen, mit dem Upload-Symbol (JSON importieren) in der Bibliothek |
| Home Assistant YAML | Ein modbus:-Block für die Konfiguration von Home Assistant |
| ESPHome YAML | Eine ESPHome-Konfiguration mit uart, modbus und modbus_controller |
| ModbusCloud-Gateway-JSON | Ein Template im Portal |
| CSV | Die Registerliste mit einer Zeile pro Register, durch Semikolons getrennt, mit der Adresse ab 0 und ab 1 gezählt |
Bibliothek öffnen
Klicken Sie links unten in der Seitenleiste auf Bibliothek.
Gerätetyp suchen
Geben Sie im Suchfeld Marke, Modell oder ein Stichwort ein. Suchen Sie einen Gerätetyp, den Sie selbst erstellt haben, wie bei einem Handbuch einlesen, wählen Sie Eigene.
Gerätetyp öffnen
Klicken Sie in der Liste auf den Gerätetyp. Rechts erscheinen die Standardeinstellungen und die Register.
Exportmenü öffnen
Klicken Sie auf Exportieren als.
Format wählen
Wählen Sie das Format.
Datei speichern
Speichern Sie die Datei im Ordner Ihrer Wahl. Diagnostics meldet, wo die Datei liegt.
Home-Assistant- und ESPHome-Datei ergänzen
Die Datei übernimmt die Standardeinstellungen des Gerätetyps, zum Beispiel Slave-Adresse, Baudrate, Parität und Stoppbits. Was Diagnostics nicht kennt, etwa die IP-Adresse oder den seriellen Port, steht als Beispielwert darin. Diesen ersetzen Sie selbst.
Die Tabelle zeigt, welche Zeilen Sie prüfen oder ausfüllen.
| Datei | Zeile | Was Sie eintragen |
|---|---|---|
| Home Assistant, Modbus TCP | host | Die IP-Adresse des Modbus-Geräts statt der Beispieladresse |
| Home Assistant, Modbus TCP | port | Den Port, wenn er vom Standard des Gerätetyps abweicht |
| Home Assistant, Modbus RTU | port | Den seriellen Port Ihres RS485-Adapters statt /dev/ttyUSB0 |
| Home Assistant | slave | Die Slave-Adresse, wenn sie vom Standard abweicht. Sie steht bei jedem Register |
| ESPHome | tx_pin, rx_pin | Die Pins Ihres RS485-Moduls statt GPIO17 und GPIO16 |
| ESPHome | address | Die Slave-Adresse unter modbus_controller |
Die Home-Assistant-Datei setzt scan_interval: 10 bei jedem Sensor, die ESPHome-Datei update_interval: 10s. Möchten Sie ein anderes Intervall, passen Sie diesen Wert an. Bei einem Register mit der Byte-Reihenfolge BADC oder DCBA setzt Diagnostics in der ESPHome-Datei einen Kommentar, dass ESPHome diese Reihenfolge nicht unterstützt.
Home Assistant und ESPHome lesen das Modbus-Gerät mit dieser Datei selbst aus. Das Gateway und das Portal sind daran nicht beteiligt. Wie Home Assistant Modbus ausliest, lesen Sie in der Wissensdatenbank unter Home Assistant Modbus-Einbindung.
Gerätetyp als Template im Portal verwenden
Mit ModbusCloud-Gateway-JSON wird ein Gerätetyp zu einem Template im Portal. Die Datei hat denselben Aufbau wie ein Export aus Templates. Lesen Sie sie mit Import auf der Seite eines Templates ein und klicken Sie danach auf Speichern, wie in Eigenes Template erstellen beschrieben.
Adresse und Verbindung stellen Sie im Portal beim Hinzufügen des Modbus-Geräts ein. Das Gateway liest die Datentypen int16, uint16, int32, uint32 und float32. Prüfen Sie nach Import und vor Speichern das Protokoll und den Datentyp jedes Registers.
Aktualisiert am 7. Oktober 2026
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